Blog

Koena

know your cell-know yourself
4. Blog Post: Nahrung gleich Lebensmittel?
January 31, 2019

Als Ernährungsberater und holistischer Gesundheitsberater (in Ausbildung) fühle ich mich verpflichtet, mal etwas Licht in dieses doch sehr oft diskutierte Thema zu bringen. Wenn du Fragen oder Anregungen hast die hier nicht behandelt werden, kannst du mir sehr gerne eine Nachricht schreiben.

Ich treffe immer wieder auf Aussagen, wie „Bio ist nur Geldmacherei“, „Das ist eh alles das Gleiche!“ oder „ In Brokkoli ist viel Vitamin C“.

Aber was ist an diesen Behauptungen dran? Wann ist etwas zu Essen ein Lebensmittel und wie weit geht die Qualität unserer Nahrung auseinander?


Ich definiere Lebensmittel gerne als ein Mittel, das Leben gibt, was dich, nachdem du es gegessen hast, lebendiger fühlen lässt und dir gute Nährstoffe gibt. Nicht alles, was du essen kannst, ist ein Lebensmittel. Es gibt genug Sachen, die du isst und dich danach erstmal K.O. bzw. schlapp fühlst.


Teste es: Iss einen Tag nur billiges Weißbrot mit Wurst, Nudeln mit Käsesauce und ein paar Burger von McDoof. Am nächsten Tag isst du hochwertiges Gemüse, gutes Fleisch und qualitative Öle/Fette oder Kohlenhydrate. Ich denke du weißt worauf ich hinaus möchte.


Nachdem wir das Wort Lebensmittel definiert haben, kommt die Frage: „Ist der Brokkoli für 99 Cent vom Discounter genauso gut, wie der frische Brokkoli vom Bauern auf dem Wochenmarkt?“

Nein. Wie sollte er auch?


Es kommt bei der Qualität von Lebensmitteln auf 3 Hauptfaktoren an:

1. Die Qualität des Bodens oder des Düngers auf dem es gezüchtet wird.

2. In welchem Reifegrad das Lebensmittel geerntet wird.

3. Ob und mit welchen Pestiziden es behandelt wurde.


Der Brokkoli für 99 Cent, aus dem Discounter, wurde vermutlich auf einem Feld mit geringem Anteil an Nährstoffen angebaut, nur mit dem Nötigsten gedüngt, mit Pestiziden besprüht, die nur mit Atemmaske und Schutzkleidung verteilt werden dürfen und bevor er wirklich reif war geerntet. Aus diesen Gründen ist dieser Brokkoli auch nährstoff- und vitaminarm. Der ganze Prozess hört sich weniger ansprechend an, ist aber leider Standard geworden. In den so genannten „Qualitätskontrollen“ von Supermärkten, werden die Obst- und Gemüsesorten rein nach ihrem Aussehen beurteilt. Das heißt, alles - was nicht „perfekt“ aussieht - fliegt raus! Ähnlich, wie beim Türsteher vor einem schicken Nachtclub am Samstagabend.

Tolle Qualitätskontrolle.


Gehen wir mal davon aus, dass der Brokkoli vom Markt nach bestem Gewissen auf einem guten und nährstoffreichen Feld gut gedüngt, kaum pestizidbelastet und reif geerntet wurde - hat definitiv mehr Nährstoffe und Vitamine. Mich spricht das eher an. Leider kostet dieser 2,50€ und keine 99 Cent.

Qualität hat ihren Preis.


Um das Ganze zu verdeutlichen: Ein Lebensmittel kann nur die Mineralien beinhalten, die auch im Boden/Dünger sind. Viele Infos, die wir heute bekommen, beziehen sich lediglich auf das Potential der Pflanze. Doch wie soll dieses ausgeschöpft werden, wenn wir sie nur mit dem Nötigsten versorgen?

Wenn wir einen Bananenbaum pflanzen, in einem Boden der kein Magnesium hat und wir keinen Dünger mit Magnesium dazu geben, ist es doch nur logisch, dass in den Bananen kein Magnesium drin ist, unabhängig davon, wie hoch ihr Potential hierfür ist.


Nüsse, Obst, Gemüse, Fleisch, Superfoods – all das, wird als nährstoffreich betitelt. Doch es ist nur so nährstoffreich, wie der Boden, auf dem es entstanden ist.

Ganz nach dem Motto: „Du bist was du isst“ – Was sich natürlich auch auf die Pflanzen projizieren lässt: „Du bist, wie du gedüngt wirst“.

Es gibt Felder in Deutschland, die 80 Jahre und länger beackert werden. Du kannst dir also denken, dass diese Böden ausgelaugt sind.
Unsere Getreide-, Nuss-, Gemüse- und Obstsorten beinhalten immer weniger von den Nährstoffen, die ihnen nachgesagt werden und werden dafür immer mehr manipuliert: zu schnellerem Wachstum, größerem Ertrag oder um uns abhängig zu machen. Weizen beispielsweise, hatte mal einen guten Mineraliengehalt und 5-6% Gluten. Heute sind kaum noch Mineralien enthalten und der Gluten Gehalt liegt bei 50% und mehr.



Kurze Info am Ende:

Gluten macht abhängig! Durch die so genannten Exorphine, die unter anderem auch in Milch vorkommen, die uns, durch ihre Ähnlichkeit zu Endorphinen ähnlich abhängig machen wie Opiate.



Im zweiten Teil von „Nahrung gleich Lebensmittel?“ steigen wir noch tiefer in diese Thematik ein, legen den Schwerpunkt aber mehr auf die tierische Lebensmittel.


Marius Wiedemann

Gründer und Geschäftsführer von Koena