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4.2 Blogpost: Nahrung gleich Lebensmittel?
February 9, 2019

Im ersten Teil von „Nahrung gleich Lebensmittel?“ habe ich über pflanzliche Nahrung und deren Qualität in der heutigen Zeit geschrieben. Heute möchte ich auf die Auswirkungen der mangelnden Qualität und des „Billigwahns“ auf tierische Lebensmittel eingehen.


Stell dir vor, du wärst in einer großen Halle oder einem Becken geboren, zwischen hunderten Artgenossen, hast noch nie richtiges Tageslicht gesehen, würdest jeden Tag das gleiche zu essen bekommen und könntest dich kaum bewegen. Schreckliche Vorstellung oder? Kein Wunder, dass diese Tiere krank sind! Und das sollen wir essen? Ganz zu Schweigen vom moralischen Aspekt… Wie soll dieses Fleisch gesund sein und das beinhalten, was ihm nachgesagt wird?


Beispiel: Lachs

Lachs soll viel Omega 3 enthalten – sagt man. Stimmt auch, wenn wir von einem Lachs aus freier Wildbahn ausgehen. Der kann sich nämlich so ernähren wie er möchte und wie er es braucht, um die wertvollen Omega 3 Fettsäuren zu bilden.

Wenn wir Lachs aus einer Aquakultur nehmen, die durch die Massenhaltung mit Antibiotika vollgepumpt werden muss, um nicht an Krankheiten zu sterben und mit billigem Getreide gefüttert wird, das eigentlich nur Omega 6 enthält, hat dieser Lachs vermutlich kaum bis gar kein Omega 3. Wer hätte das gedacht?


Ähnlich auch bei Hühnereiern.

Wenn das Ei von einer freilaufenden, grasgefütterten und glücklichen Henne kommt, ist es ein wahres Superfood. Es enthält, bis auf Vitamin C, alle Vitamine - unter anderem Vitamin D und Vitamin A - hinzu kommen eine Menge Mineralstoffe, wie Kalium, Kalzium, Magnesium, Eisen, Natrium, Kupfer, Mangan und viele viele mehr. In einem Ei aus Massenhaltung, sind höchstens noch Spuren dieser Nährstofffülle zu finden. Gut zu erkennen ist das ganze übrigens, wenn man ein Ei aus Massenhaltung, mit einem aus wirklicher Freilandhaltung vom Bauern vergleicht. Das Ei aus der Legebatterie hat ein blass, gelbes Eidotter, das schon nicht gesund aussieht. Das gute Ei von der glücklichen Henne, hat ein kräftiges orangefarbenes Eidotter.


Fazit:

Unsere Nahrung ist nicht mehr das, was sie mal war oder was sie sein könnte. Wenn ein Lebensmittel das Potential dazu hat, viel von einem Vitalstoff zu enthalten, heißt das nicht, dass es auch viel davon enthält. Die Mineralien, Vitamine sowie Spurenelemente in unserem Körper brauchen sich gegenseitig, um verstoffwechselt zu werden. Ein wahrer Synergieeffekt.

Das bedeutet im Umkehrschluss - je höher die Qualität unserer Nahrung ist und je mehr Nährstoffe darin sind, desto besser können wir die Stoffe darin aufnehmen.

Es gibt nicht umsonst Biosiegel oder ähnliches (Bio ist natürlich nicht gleich Bio. Erkundigt euch daher, ob es sich bei eurem gewünschten Produkt wirklich um ein zertifiziertes Bio Produkt handelt).

Bio Produkte müssen unter anderem mineralhaltiger gedüngt werden, dürfen nur mit einem bestimmten (geringen) Anteil an Pestiziden belastet werden.

Bio Fleisch darf zum Beispiel gar nicht mit Antibiotika behandelt werden.



Spart also nicht an der falschen Stelle. Euer Körper dankt es euch mit weniger Krankheit und mehr Lebensqualität.


„Geiz ist geil“ war vielleicht mal toll, aber jetzt bitte wieder mehr Qualität und Nachhaltigkeit.



Ps.: Wir werden dazu verleitet billige Nahrung zu kaufen und das macht uns nachweißlich krank! An den Pestiziden, der kurzen Reifezeit, den Medikamenten/Antibiotika für die Tiere, den Medikamenten für die Menschen und damit häufigen Arztbesuchen, wird ein Haufen Geld verdient. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.


Marius Wiedemann

Gründer und Geschäftsführer von Koena